Kulturhaus Bad Münstereifel *Langenhecke 2 - 4 | 53 902 Bad Münstereifel | Kartentelefon: 0 22 57 - 44 14 | ePost: kulturhaustheater-1.de


UNSERE GÄSTE UND SONDERVERANSTALTUNGEN

(Für unsere Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


 

 

Immer eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:

Das Plakat zur Plakatausstellung

10 PLAKATIVE JAHRE

Seit Anbeginn der Zeit (in diesem Fall gerechnet ab dem 14. Oktober 2007) werden zu allen Veranstaltungen die Plakate von Jojo Ludwig gestaltet, hauptsächlich die der Künstler, die im Kulturhaus zu Gast sind, aber auch die zu den eigenen Aufführungen vom theater 1.
In dieser Ausstellung kann man nun alle 172 Plakate noch einmal ansehen, von der Ankündigung der Kulturhaus-Eröffnung bis hin zum Plakat zur 10-jährigen Geburtstagsfeier.

Man kann alte Bekannte wiedersehen oder vielleicht auch Verpasstes bedauern. Aber bekanntermaßen ist ja noch nicht aller Tage Abend, und wer weiß, welche Künstler in den nächsten zehn Jahren noch im Kulturhaus (wieder-) gesehen werden können.


 

 

Samstag, 4. November um 20 Uhr:

Foto: Agentur Josef Pretterer

Figuren-Kabarett mit Josef Pretterer: HERZVERSAGEN - EIN STÜCK LEBEN

Nagg und Nell, ein Ehepaar im Pflegeheim.
Angesichts einer ungewissen Zukunft blicken die beiden zurück auf ihr Leben und erinnern sich. Personen und Gegenstände tauchen auf, werden lebendig und verschwinden wieder.
Josef Pretterer schlüpft mit beiden Armen in seine lebensgroßen Puppen, spricht, und ist doch nicht anwesend. Er spielt ein magisch groteskes Figurenkabarett zum Lachen und Zähneknirschen, und da kommt Leben in die Bude.
Es erscheinen:
Pater Gottfried, ein ratloser Priester,
ein randvoller Bierkrug,
Heinz, ein wehmütiger Totengräber,
zwei blanke Knochen,

Gerda von Schwanensee, eine harmoniesüchtige Therapeutin,
Adi und Bella, zwei deutsche Schäferhunde
und viele andere schräge Typen.

Der Wahl-Münchener Josef Pretterer ist mit seinen Figuren ein Unikum in der Kleinkunstszene. Er ist weder nur Kabarettist, noch nur Figurenspieler, sondern vereint beides zu einer unverwechselbaren Melange. Für die nötige Würze und Schärfe sorgt sein ausgewiesenes Talent zur Improvisation. Wenn er nicht gerade eine seiner schrägen Puppen zum Leben erweckt, schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen. Durch markante Stimmen und Dialekte verleiht er jeder seiner Figuren einen eigenen Charakter. Sein Humor ist so blühend wie seine Fantasie und reicht von der ironischen Anspielung bis zum anarchischen Gelächter.

Josef Pretterer, Meiserschüler der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln und Gastdozent an der Akademie der Künste in Bogota, arbeitete als Illustrator unter anderem für die Magazine "Stern", "Bunte" und an Trickfilmen und Bildergeschichten für die Fernsehsender WDR, NDR, BR und "Deutsche Welle". Hier erschuf er auch Geschöpfe für Sendungen wie "Sesamstraße", "Die Sendung mit der Maus", "Janosch" oder "Traumstunde". Seit 1992 ist er mit seinen Figuren-Kabarett-Programmen auf zahlreichen Theaterbühnen und Festivals unterwegs und wurde mit dem Ossi-Sölderer-Förderpreis ausgezeichnet.

Zur Homepage von Josef Pretterer kommt man HIER.


 

 

Samstag, 25. November um 20 Uhr:

Tante Ernas Kultur-Picknick mit SVEA KIRSCHMEIER, KABARETTISTIN UND MUSIKERIN

Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Es gibt eine Zusatzvorstellung am 26.11. um 18 Uhr

„Das erste Mal“ heißt das Kabarettprogramm von Svea Kirschmeier, aus dem sie Auszüge an diesem Abend vorstellen wird. Man erfährt etwas über „Dicker-Michi-Fußball“, über peinliche Geräusche und wie man sie überspielt und erlebt ein multi-instrumentales Finale, denn Svea Kirschmeier ist nicht nur Kabarettistin, sondern auch eine vielseitige Musikerin.

Tante Erna lädt mit der Präsentation dieser außergewöhnlichen Künstlerin zum sechsten Mal zu ihrem Kultur-Picknick ein, und wieder dürfen (und sollen!) die Besucher ihr Lieblingsgetränk und ihre Lieblingsspeise mitbringen und natürlich auch zu sich nehmen.
Zilli Eschbach wird zudem ohne ihren ansonsten heftigen rheinischen Dialekt aus dem "Buch für die Stadt" lesen und Hauke Lütjensteen moderiert mit seinem norddeutschen Trockenhumor. Natürlich darf auch das obligatorische "Picknick-Lied" nicht fehlen, das diesmal zusammen mit Svea Kirschmeier dargeboten wird.

Der Eintritt ist wie immer frei, die Höhe des Austritts bestimmt man selbst und legt dabei zugrunde, was einem die Arbeit der Künstler und der Abend wert war.
Da diese Veranstaltung im ersten Stock des Kulturhauses stattfindet, ist der Zugang ausnahmsweise nicht barrierefrei, sondern nur über Treppen möglich.


 

 

Samstag, 9. Dezember um 20 Uhr:

Foto: Yves Sondermeier

Weihnachtliches mit Burkard Sondermeier und Igor Kirillov: SCHÖNE BESCHERUNG

Ungekünstelt, mit literarisch hochwertiger Sprache und dicht am Publikum liest Burkard Sondermeier seine (vor-) weihnachtlichen Texte. Er überrascht dabei mit einer recht ungewöhnlichen Auswahl: Zu Gehör kommen beispielsweise Loriot, Robert Gernhard, Jacques Prévert, Marie Luise Kaschniz, Erich Fried, Karl Heinrich Waggerl oder Karel van de Woestijne.
Zu Gehör kommen aber auch Musiker wie Mozart, Bach,
Tschaikowski, Brahms und sogar das Sandmännchen-Motiv, alles eingespielt und eingestreut von dem begnadeten Pianisten Igor Kirillov, der das gesamte Programm begleitet.
Dreizehn Variationen über "Oh Tannenbaum" als Untermalung von Robert Gernhards botanischem Drama "Erna! Der Baum nadelt!" ? - Keine Frage. Zwölf Variationen über "Morgen kommt der Weihnachtsmann"? Ebenfalls keine Frage, denn den Titel des Programmes darf man wörtlich nehmen, in jeder Hinsicht.

Humorvoll und pointenreich, liebevoll und ironisch, ernst und nachdenklich, verschmitzt und augenzwinkernd - Burkard Sondermeier präsentiert eine große Palette an Ausdrucksmöglichkeiten, die in kongenialem Zusammenspiel mit Igor Kirillov dem Publikum einen Abend voller weihnachtlicher Überraschungen und literarisch-musikalischer Genüsse bescheren wird.

Zur Homepage von Burkhard Sondermeier kommt man HIER.


 

 

Samstag, 13. Januar um 20 Uhr:

Kabarett mit Jupp Hammerschmidt: NE BASCHTISCH WRACKE WÖNK

Für Nicht-Eifeler: Dieses Programm ist keineswegs ein Schnellkursus für einen selten gesprochenen ungarischen Dialekt, nein, es handelt sich hierbei tatsächlich um eine Variante der deutschen Sprache. Keine Angst also, auch Nicht-Eifeler werden alles verstehen.
Unser Freund Jupp Hammerschmidt, der einzig wahre Eifel-Poet, bemerkt dazu:

Nichts bestimmt das Leben in der Eifel so sehr wie der heftige, ekelhafte, fiese Wind. „Ne baschtisch wracke Wönk“. Der Wind ist so grausam – da musst du dir schon einen „Wrack“ mehr anziehen. Oder auch zwei. Und wenn du das nicht tust, zerbirst es dich. Und „zerbersten“ heißt im Eifeler Platt „baschte“: „Ne baschtisch wracke Wönk“ also.
Als natürlichen Windschutz haben die Eingeborenen dann im Laufe der Jahrtausende bekanntlich hohe Buchenhecken angebaut, beschnitten und liebevoll gepflegt, bis sie schließlich das wurden, was sie heute sind: Das achte Weltwunder.
Der doppelte Überschlag in der Schiffschaukel kommt ebenfalls zur Sprache, auf jeder Kirmes eine herausragende Möglichkeit für einen männlichen Heranwachsenden, den Mädels zu imponieren, vor allem, wenn er beim Überschlag den Halt verlor und in einer 20 Meter entfernten Baumkrone landete – oder auf dem Misthaufen nebenan.
Der „baschtisch wracke Wönk“ dominierte das Leben in der Eifel in allen Belangen – bis hin zur sparsamen Verwendung der Sprache – man wollte diesen ekelhaft fiesen Wind nicht auch noch in den Atemwegen haben.
Die immer wieder zu hörenden hämischen Kommentare über die Folgen der „innerfamiliären Fortpflanzung“ auf engstem Raum hinter den Hecken weist Hammerschmidt klipp und klar zurück – Forschungen haben längst eindeutig nachgewiesen: Die Eifeler waren vom IQ her immer schon in der Lage, einfache Sortierarbeiten zu verrichten, da gibt es keinen Zweifel.
Allerhand „Versenktexte“ fehlen ebenso wenig wie das Poem über den berühmten „Brunnen auf der Triftstraß“, das Franz Schubert so einfühlsam vertonte.
Und wozu es gut war, sich vor der Wallfahrt nach Heimbach die Hosentaschen voll Kaffeebohnen zu stopfen – diese seit Jahrzehnten immer wieder gestellte Frage wird ebenfalls endlich beantwortet.

Zu Jupp Hammerschmidts Homepage gelangt man HIER.

 

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